SPENDEN FÜR NEPALESISCHE SHERPAFAMILIEN IN DER KHUMBU-REGION SONDER-NEWSLETTER, 15.07.2015

Liebe Leser,

heute melde ich mich mit einem weiteren Zwischenbericht. Seit der letzten Information Ende Mai hat sich viel getan. Auch wenn in den Medien nicht mehr regelmäßig über Nepal berichtet wird, ist die Situation vor Ort weiter angespannt, wie der regelmäßige telefonische Kontakt zu den Sherpa-Familien in der Khumbu-Region zeigt. Hier der Reihe nach ein aktueller Situationsbericht:

Weitere Spendeneingänge

Erneut gilt der Dank zahlreichen Spendern, die die Hubert & Renate Schwarz-Stiftung in die Möglich-keit versetzen, den Sherpa-Familien und ihren Kindern im oberen Khumbu-Tal zu helfen. Der Ge-samtspendeneingang hat inzwischen die 40.000 Euromarke überschritten! Wieder sind Einzelinitiati-ven dabei, die ich besonders erwähnen möchte. So die eines Ehepaares aus Düsseldorf, das seinen gemeinsamen ‚runden‘ Geburtstag dazu genutzt hat, die Gäste statt persönlicher Geschenke um Geldspenden für ‚Kinder in Nepal‘ zu bitten. Das tolle Ergebnis: ein vierstelliger Euro-Betrag! Eine an-dere sehr gelungene Aktion: Das Einhard-Gymnasium in Aachen hat in Zusammenarbeit mit der RWTH-Aachen am 18. Juni ‚Germanys 1th Shake-out Day‘ veranstaltet. Es ging dabei um Erdbeben. Den Schülern wurden die Ursachen für die Entstehung von Erdbeben erklärt und in sehr abwechs-lungsreicher und lehrreicher Form die Verhaltensregeln bei Erdbeben hier oder auf Reisen in stärker erdbebengefährdeten Ländern vermittelt. Ich konnte am Schluss der Veranstaltung über die aktuelle Situation in Nepal berichten. Aus Spenden von Eltern, Lehrern und Schülern kam ein hoher dreistelli-ger Betrag zusammen! Beides sind sehr gute Beispiele für private oder schulische Initiativen, die Kin-dern in Nepal zugutekommen.

Hubert & Renate Schwarz Stiftung

IBAN: DE 97764500000750911000

BIC: BYLADEM1SRS

Stichwort „Kinder in Nepal“

Das nebenstehende Nepal-Spendenkonto ist weiter geöffnet.

Die aktuelle Situation in der Khumbu-Region

Unser Zielgebiet, die Khumbu-Region mit den drei Dörfern Khunde, Khumjung und Pangboche, liegt auf Höhen zwischen 3.800 und 4.000m, oberhalb des Hauptortes Namche Bazar. Die drei Orte kön-nen von der Hauptstadt Kathmandu entweder mit dem Helikopter oder mit Kleinflugzeugen bis zum Bergflughafen Lukla auf 2.900m und von da zu Fuß in drei Tagesreisen über Gebirgspfade erreicht werden. Abgesehen von wenigen Helikoperladungen wird Baumaterial vorwiegend von Lukla entwe-der mit Yaks, Pferden, Maultieren oder Trägen hochtransportiert.

Inzwischen hat der Wiederaufbau in kleinen Schritten begonnen. Da noch bis Anfang / Mitte August Regenzeit herrscht, kann nicht kontinuierlich gebaut werden; nur in ersten Abschnitten und geschützt gegen den Regen unter Planen. Knapp sind immer noch Geld, Baumaterialien und Handwerker. Die Dorfgemeinschaften unterstützen sich gegenseitig. Man hofft, in der kurzen Spätsommerperiode von Mitte August bis Ende Oktober endlich einige Wochen am Stück arbeiten zu können.

Zur Spendenverwendung

Wie im letzten Bericht vom 20. Mai bereits angekündigt, haben wir inzwischen an drei Sherpa-Familien Geld überwiesen. Das Geld ist vollständig bei ihnen angekommen, so dass sie jetzt ihre Häu-ser aufbauen können. Die über die Jahre entstandene Vertrauensbasis zu den drei Familien ist ein großer Vorteil, weil wir so sicherstellen können, dass das Geld genau da verwendet wird, wo wir es wollen. Die 3 Familien zählen jetzt zu unseren weiteren Ansprechpartnern für die nächsten Maßnah-men.

Im zweiten Schritt planen wir, sieben Familien in den Orten Khunde / Khumjung zu unterstützen, in denen Mütter mit ihren kleinen Kindern – Halbwaisen – leben, da die Väter tot sind. Mit Hilfe unserer Freunde - einer ist der Dorfvorsteher von Khumjung wurden diese sieben Familien sorgfältig ausge-wählt. Alle leben in besonders schwierigen Verhältnissen. Hier beispielhaft das schlimme Schicksal der Familie von Maya Sherpa:

Frau Maya Sherpa traf das Schicksal gleich zweimal. Am 20. April 2015 ver-starb ihr Mann an Magenkrebs. Fünf Tage später, am 25. April, wurde ihr Haus durch das Erdbeben stark beschädigt. Sie konnte sich und ihre beiden kleinen Söhne im Alter von zwei und fünf Jahren zwar körperlich unversehrt retten, lebt nun aber mit ihren beiden Kindern und ihren Schwiegereltern in dem nur notdürftig reparierten Haus. Wie die meisten Menschen dort oben in den Bergen geht sie - wie ihr Bild auch ausstrahlt - mit Zuversicht und verwur-zelt im buddhistischen Glauben in die Zukunft und konzentriert sich auf die Erziehung und Ausbildung ihrer beiden Söhne.

Ich werde Sie/Euch weiter über die Verwendung der Spenden auf dem Laufenden halten.

Vorankündigung: Im April 2016 - Nepaltrekking mit Besteigung des Kala Pattar (5.550m) und Be-such des Mt. Everest Basislagers (5.300m)


Hubert Schwarz wird im April 2016 wie schon in den Jahren 2010 – 2013 den klassischen Everest-Basecamp-Trekk anbieten. Mit der 20-tägigen Tour von Kathmandu über den Bergflughafen Lukla hinauf bis zum Basislager des höchsten Berges der Erde, dem Mount Everest, möchte Hubert Schwarz 
ein Zeichen der Verbundenheit und Unterstützung für die Menschen in demwunderbaren Land Nepal setzen. Es geht natürlich nicht um Katastrophentou-rismus sondern um zu zeigen, dass der für Nepal so wichtige Tourismus nach dem schweren Erdbeben weitergeht. Nach jetzi-gem Stand wird die Tour von mir geführt. Wir werden in den Orten Khunde, Khumjung und Pangboche u.a. Familien besuchen, die mit Euren/Ihren Spenden durch die Hubert & Renate Schwarz Stiftung in ver-schiedener Weise unterstützt wurden und noch werden.

Die besonderen Highlights neben der Besteigung des Kala Pattars und dem Besuch des Everest-Basislagers sind u.a.

  • Tagelanges Trekking vor der grandiosen Kulisse der Ama Dablam (6.856m) und einiger 8.000er

  • Panoramaflug zum spektakulären Gebirgsflughafen Lukla hin und zurück
  • Besuch des weltberühmten Klosters Tengboche
  • Besuch des Hillary Hospitals
  • Persönlicher Kontakt zu Sherpa-Familien in der Khumbure-gion
  • Besuch des Pashupatinath, Nepals heiligstem hinduisti-schem Tempelkomplex
  • Besuch von Boudha mit einem der weltweit größten Stupa
  • Aufenthalt in Kathmandu und Besichtigungsmöglichkeiten der nicht zerstörten Tempel

Die genaue Einzelbeschreibung der Tour liegt in Kürze vor. Interessenten können ab sofort bei Frau Shute katrin.shute@hubert-schwarz.com oder bei mir weitere Einzelheiten zu dieser Tour erfragen.